Kaminaljuyú, Maya-Ausgrabungsstätte in Guatemala-Stadt, Guatemala
Kaminaljuyu ist eine Ausgrabungsstätte in Guatemala-Stadt mit über 200 Hügelstrukturen, die sich über fünf Kilometer erstrecken. Die Pyramiden und Plattformen liegen im Zentrum der heutigen Stadt, umgeben von modernen Wohnvierteln, wobei einige Hügel noch immer aus dem urbanen Gefüge herausragen.
Die Besiedlung begann um 1200 vor der Zeitrechnung und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum im zentralen Hochland. Die Stadt erreichte ihren Höhepunkt während der späten vorklassischen Periode und wurde um 900 nach der Zeitrechnung allmählich aufgegeben.
Der Name bedeutet Hügel der Toten in der K'iche'-Sprache und verweist auf die Rolle des Ortes als rituelle Begräbnisstätte für die Elite der Region. Die Bauwerke bestehen aus Lehm und Bimsstein statt aus dem üblichen Kalkstein, was dem Ort ein eigenes Aussehen verleiht und zeigt, wie Handwerker mit den Materialien der Umgebung arbeiteten.
Das Gelände liegt inmitten von Wohnvierteln, sodass Besucher durch normale Stadtstraßen gehen, um die verschiedenen Bereiche zu erreichen. Die Wege sind meist eben, können aber bei Regen rutschig werden, weshalb festes Schuhwerk empfohlen wird.
Ein System von Bewässerungskanälen verband die Felder mit dem ehemaligen Miraflores-See und ermöglichte intensive Landwirtschaft rund um die Stadt. Diese Technik half den Bewohnern, große Mengen an Mais und anderen Feldfrüchten anzubauen, was den Wohlstand der Siedlung förderte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.