Tacaná, Schichtvulkan an der Grenze Guatemala-Mexiko.
Der Volcán Tacaná ist ein Stratovulkan an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko in der Sierra Madre de Chiapas. Mit 4092 Metern ist er der zweithöchste Gipfel Mittelamerikas und zeigt sowohl aktive Fumarolen als auch Vegetation bis zur Baumgrenze.
Eine große explosive Eruption ereignete sich um das Jahr 70 nach Christus und prägte die Region nachhaltig. Kleinere phreatomagmatische Ausbrüche wurden zwischen 1986 und 1988 registriert und zeigen bis heute die Aktivität des Vulkans.
Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze nutzen den Berg als Orientierungspunkt für ihre Siedlungen und landwirtschaftlichen Flächen. Der Name stammt aus der Nahuatl-Sprache und bedeutet "Ort des Stiers", eine Bezeichnung, die noch heute gebräuchlich ist.
Aufstiegsrouten beginnen entweder in Unión Juárez auf mexikanischer Seite oder in Sibinal in Guatemala und benötigen zwei Tage bis zum Gipfel. Lokale Bergführer sind für die Navigation im Nebel und auf wechselnden Pfaden erforderlich.
Vom Gipfel aus sieht man bei klarem Wetter den gesamten mittelamerikanischen Vulkanbogen, der sich von Guatemala bis nach Mexiko erstreckt. Der Pazifische Ozean erscheint am Horizont als dunkle Linie unter dem Himmel.
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