Santa María, Stratovulkan im Departement Quetzaltenango, Guatemala.
Santa María ist ein Stratovulkan aus Andesit im Departement Quetzaltenango im Westen Guatemalas und gehört zur Sierra-Madre-Kette. Der Gipfel erreicht 3772 Meter über dem Meeresspiegel und liegt über einer tektonischen Plattengrenze, die häufige seismische Aktivität verursacht.
Der Gipfel brach im Oktober 1902 nach Jahrhunderten der Ruhe aus und schleuderte Asche bis nach Kalifornien, während Schlammströme etwa 6000 Menschen in den umliegenden Dörfern töteten. Zwanzig Jahre nach dieser Katastrophe begann der Santiaguito-Domkomplex an der Südflanke zu wachsen, der seitdem kontinuierlich aktiv geblieben ist.
Die K'iche'-Gemeinschaften nannten den Berg einst Gagxanul, was nackter Berg bedeutet und auf seine Kahlheit hinweist. Dieser Name verschwand allmählich, nachdem die Spanier den christlichen Namen einführten, doch die ursprüngliche Bezeichnung erinnert an die Zeit vor der Kolonialisierung.
Mehrere Aussichtspunkte entlang markierter Pfade ermöglichen es Besuchern, die Aktivität von Santiaguito aus sicherer Entfernung zu beobachten, insbesondere in den klaren Morgenstunden. Die Routen erfordern gute körperliche Verfassung und festes Schuhwerk, da die Anstiege durch loses vulkanisches Gestein und dichte Vegetation führen.
Das Santiaguito-Domgebilde erzeugt seit seiner Entstehung im Jahr 1922 periodische Explosionen, die manchmal mehrmals täglich auftreten und bei klaren Bedingungen aus großer Entfernung hörbar sind. Diese konstante Aktivität macht den südlichen Hang zu einem der wenigen Orte auf der Erde, an dem Besucher Lavaströme und Pyroklastika in Echtzeit beobachten können.
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