Cerro Quiac, Archäologische Stätte und Hügel in Quetzaltenango, Guatemala
Cerro Quiac ist eine archäologische Stätte auf einem Hügel im Departamento Quetzaltenango in Guatemala. Der Hang ist in Terrassen aus großen Felsblöcken gegliedert, und der Gipfel wird von einem Kiefernwald bedeckt.
Die Stätte entstand im frühen Postklassikum, mit Besiedlungsspuren zwischen 900 und 1200 n. Chr. In dieser Zeit wurden zwei voneinander getrennte Baukomplexe errichtet.
Der westliche Teil des Hügels trägt Reste von Tempeln auf einer breiten Plattform, wo einst fünf vorspanische Stelen in einem Halbkreis aufgestellt waren. Diese Anordnung zeigt, dass der Ort für religiöse Zusammenkünfte genutzt wurde.
Der Aufstieg erfolgt über einen Kamm, der von Kiefernwald gesäumt ist und in mehrere Richtungen freie Aussichten bietet. Festes Schuhwerk und ausreichend Wasser sind empfehlenswert, da der Weg anspruchsvoll ist und wenig Schatten bietet.
Im Jahr 1884 ließ Präsident Barrios Kanonen auf dem Hügel aufstellen, um die nahe gelegene Stadt Cantel unter Druck zu setzen und finanzielle Forderungen durchzusetzen. Eine alte Zeremonialstätte wurde so zum Schauplatz eines modernen politischen Konflikts.
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