Tunja, Kolonialhauptstadt in Ostkordillere, Kolumbien
Tunja ist eine Großstadt in den östlichen Gebirgsketten Kolumbiens, die sich auf 2782 Metern Höhe in der Provinz Central Boyacá erstreckt. Die Stadt bewahrt koloniale Bauten, Gotteshäuser und Reste der indigenen Vergangenheit in einer bergigen Landschaft, die vom gemäßigten Höhenklima geprägt wird.
Kapitän Gonzalo Suárez Rendón gründete die Stadt am 6. August 1539 auf dem Gebiet der ehemaligen indigenen Siedlung Hunza, die von der Muisca-Zivilisation beherrscht wurde. Diese Neugründung markierte den Beginn der spanischen Herrschaft in der Region und veränderte die städtische Struktur dauerhaft.
Das Museo Casa del Fundador zeigt Deckengemälde mit exotischen Tieren, die Künstler nach europäischer Literatur schufen, ohne die Kreaturen je gesehen zu haben. Diese fantasievollen Darstellungen verbinden koloniale Vorstellungswelt mit handwerklichem Können und geben Einblick in die Bilderwelt jener Zeit.
Das Zentrum versammelt viele Hotels, Restaurants und Handwerksbrauereien in fußläufiger Entfernung. Der zentrale Busbahnhof verbindet die Stadt mit anderen großen Orten in Kolumbien und erleichtert die Weiterreise.
Die Casa de Don Juan de Vargas offenbarte versteckte Tiermalereien, als eine alte Decke einstürzte. Diese zufällige Entdeckung bewahrte Kunstwerke aus der frühen Kolonialzeit, die jahrhundertelang unbemerkt geblieben waren.
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