Pico Bonpland, Berggipfel in Sierra Nevada, Venezuela.
Pico Bonpland ist ein Berg in der Sierra Nevada nahe Mérida mit einer Höhe von etwa 4.900 Metern und damit einer der höchsten Gipfel der Region. Die Bergkette erstreckt sich über steile Flanken und bietet auf höheren Erhebungen alpine Bedingungen mit spärlicher Vegetation.
Der erste erfolgreiche Aufstieg wurde 1911 von dem venezolanischen Forscher Alfredo Jahn durchgeführt, der während seiner Expedition auch den benachbarten Pico Humboldt erklomm. Diese Erstbesteigung markierte einen Meilenstein in der Erforschung der venezolanischen Hochgebirgsregionen.
Der Berg ist nach dem französischen Naturforscher Aimé Bonpland benannt, dessen wissenschaftliche Arbeiten die Erforschung der Anden geprägt haben. Dieser Name erinnert an die Zeit, als Europäer die Bergregionen Südamerikas systematisch untersuchten.
Die Besteigung erfordert technische Ausrüstung und bergsteigerische Erfahrung, da der Anstieg über steile und exponierte Abschnitte führt. Besucher sollten sich auf raue Bedingungen, schnell wechselndes Wetter und intensive physische Anstrengung in großer Höhe vorbereiten.
Während des Pleistozäns bedeckten Gletscher die Hänge dieses Berges, aber diese Eisformationen sind bis 2011 vollständig verschwunden. Der Gletscherschwund zeigt eindrucksvoll die Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf die hochalpinen Regionen Südamerikas.
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