Curaçao, Karibische Insel in den Kleinen Antillen, Niederlande.
Curaçao ist ein Inselland in der südlichen Karibik innerhalb des Königreichs der Niederlande, etwa 65 Kilometer nördlich der venezolanischen Küste gelegen. Die Insel erstreckt sich über 61 Kilometer von Nordwesten nach Südosten bei einer maximalen Breite von 14 Kilometern und zeigt felsige Küstenabschnitte, geschützte Buchten sowie vorgelagerte Korallenriffe.
Nachdem Alonso de Ojeda 1499 eintraf, blieb die Insel bis 1634 unter spanischer Herrschaft, bevor die Niederländische Westindien-Kompanie sie eroberte. Der Standort ermöglichte im 18. Jahrhundert den Aufbau eines großen Sklavenhandelszentrums, das bis zur Abschaffung der Sklaverei durch die Niederlande im Jahr 1863 Bestand hatte.
Niederländisch und Papiamentu dienen als Alltagssprachen in Geschäften, Restaurants und bei Behördengängen. Über 55 Nationalitäten wohnen dauerhaft auf der Insel und bringen ihre Küchen, Glaubensrichtungen und Feiertage mit, sodass Märkte, Galerien und Kirchen unterschiedlicher Herkunft nebeneinander existieren.
Das Hato-Flugfeld verbindet die Insel direkt mit Amsterdam, Miami, New York und mehreren südamerikanischen Städten, wobei niederländische und US-Bürger für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tage kein Visum benötigen. Mietwagen und Taxis dienen als wichtigste Fortbewegungsmittel, da öffentliche Busse nur begrenzte Strecken abdecken.
Das Shete-Boka-Nationalpark-Ufer zeigt natürliche Tunnel und Höhlen im Kalkstein, durch die Meerwasser durch unterirdische Kanäle eindringt und Fontänen bis zu 15 Meter Höhe durch Öffnungen schießt. Die Insel liegt außerhalb des hauptsächlichen atlantischen Hurrikan-Pfads und verzeichnete in den letzten 150 Jahren nur drei direkte Treffer durch tropische Stürme.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.