Coro and its Port, Koloniales Architekturensemble in Falcón, Venezuela.
Coro ist ein Stadtteil aus der Kolonialzeit in Falcón mit über 600 Gebäuden aus Lehmziegeln und Lehmsteinen. Die Strukturen sind eng zusammen gebaut und prägen das Straßenbild mit ihren niedrigen Fassaden und traditionsreichen Grundrissen.
Coro wurde 1527 gegründet und ist eine der ältesten Kolonialstädte Lateinamerikas. Von 1528 bis 1546 war es Herrschaftsgebiet der Augsburger Bankiersfamilie Welser, und sein Straßenraster folgt dem mittelalterlicher deutscher Städte. Die Altstadt bewahrt über 600 Gebäude; 1993 wurden die Stadt und ihr Hafen La Vela de Coro als erste venezolanische Stätte in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Der Name Coro stammt vom Caquetío-Wort für Wind, und die Lehmwände aus Bahareque, Adobe und Tapia zeigen eine Mischung lokaler Bautraditionen mit spanisch-mudéjarischen und niederländischen Techniken. Die flachen Dächer und dicken Wände, die Sie sehen, sind Antworten auf das trockene Klima und die starken Küstenwinde.
Coro und La Vela de Coro sind zwei getrennte Orte etwa 12 km voneinander entfernt; planen Sie Transport zwischen beiden ein. Das historische Zentrum ist kompakt und zu Fuß begehbar, doch einige Straßen haben unebenes Pflaster. Die Lehmbauten sind anfällig für starken Regen; besuchen Sie sie außerhalb der feuchtesten Zeiten und berühren Sie keine feuchten Wände.
Die Straßenanlage folgt mittelalterlichen deutschen Planungsprinzipien statt des üblichen spanischen Kolonialmusters. Dieses unerwartete Layout stammt aus der Zeit der Welser-Herrschaft und unterscheidet sich dadurch grundlegend von anderen lateinamerikanischen Siedlungen.
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