Chactún, Maya-Ausgrabungsstätte in Campeche, Mexiko.
Chactún ist ein archäologischer Komplex in den Tieflands-Wäldern von Campeche, wo mehrere Zeremonialzentren dicht beieinander liegen. Die Anlage umfasst Pyramiden verschiedener Größe, Ballspielplätze, wohnliche Bereiche und zahlreiche mit Hieroglyphen verzierte Steinstelen.
Die Maya errichteten diesen Ort als regionales Verwaltungszentrum während der klassischen Zeit der Maya-Zivilisation auf. Das Zentrum war zwischen 600 und 900 n.Chr. besiedelt und wurde später von Wald und Zeit verborgen.
Der Name Chactún stammt aus einer Inschrift, die einen Herrscher namens K'inich B'ahlam erwähnt, der hier seine Macht ausübte. Die Stätten zeigen, wie die Maya ihre königliche Autorität durch monumentale Bauwerke zur Schau stellten.
Der Ort liegt tief im Dschungel und wird am besten mit ortskundigen Führern erkundet, da die Wege schwierig zu navigieren sind. Besucher sollten sich auf feuchte Bedingungen, Insekten und unebenes Gelände vorbereiten und geeignetes Schuhwerk sowie Schutzkleidung mitbringen.
Forscher entdeckten die Stätte erst 2013 anhand von Luftaufnahmen, nachdem sie Hunderte von Jahren völlig verborgen war. Die Nutzung von Drohnen-Fotografie ermöglichte es, monumentale Strukturen unter dichtem Blattwerk zu erkennen, die zuvor von Erkundern übersehen worden waren.
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