Maya-Biosphärenreservat, Biosphärenreservat in Petén, Guatemala.
Das Maya-Biosphärenreservat erstreckt sich über weite Teile des nördlichen Petén und umfasst dichte Urwälder, Feuchtgebiete sowie Flüsse und Seen. Die Landschaft zeigt eine Mischung aus hohen Bäumen, Lianen und Palmen, durchzogen von Wasserwegen und offenen Lichtungen.
Guatemala richtete das Reservat 1990 ein, um die Regenwälder und die darin liegenden archäologischen Stätten zu schützen. Die Entscheidung folgte internationalen Bemühungen, das natürliche und kulturelle Erbe Zentralamerikas zu bewahren.
Die einheimischen Gemeinschaften leben nach Regeln, die es ihnen erlauben, Chicle zu ernten und Holz zu entnehmen, ohne den Wald zu schädigen. Diese Praktiken binden die Bewohner seit Generationen an das Land und verhindern, dass der Regenwald verschwindet.
Das Reservat gliedert sich in Kernzonen ohne menschliche Besiedlung und Pufferzonen, in denen begrenzte Nutzung erlaubt ist. Besucher erreichen verschiedene Abschnitte über Straßen und Wege, die je nach Jahreszeit unterschiedlich gut passierbar sind.
Forscher entdeckten 2018 mit Lidar-Technologie etwa 60.000 zuvor unbekannte Strukturen aus der Maya-Zeit unter dem Blätterdach. Diese Funde zeigen, dass die Region einst dichter besiedelt war als bisher vermutet.
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