Château de Port-Miou, Schloss in Frankreich
Das Château de Port-Miou ist ein mehrstöckiges Steingebäude mit einem Turm, das an der Nordseite der gleichnamigen Bucht steht. Es liegt direkt am Wasser in einem Bereich für Boote und Leichtausrüstung, umgeben von steilen Kalksteinfelsen, die von früheren Steinbrucharbeiten geprägt sind.
Das Gebäude wurde erstmals 1810 in offiziellen Unterlagen erwähnt, als es vom Staat erworben wurde, doch Bauzeit und Ursprung bleiben unklar. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Anwesen Teil eines belgischen Industrieunternehmens, das hier Kalkstein für die Sodaherstellung abbaute, eine wichtige Zutat für Marseiller Seife.
Der Name Port-Miou kommt vermutlich vom provenzalischen Wort für einen kleinen geschützten Hafen, wo Fischer früher ihre Boote ankerten. Das Gebäude dient heute als Hafenmeisterei und Informationsstelle, wo Besucher mehr über den Nationalpark und die Nutzung der Bucht erfahren können.
Der Ort liegt etwa 30 Gehminuten von Cassis entfernt oder ist mit einem Shuttle vom Parkplatz aus erreichbar. Das Obergeschoss und die Terrasse sind während der wärmeren Monate an bestimmten Tagen für Ausstellungen und Veranstaltungen geöffnet, daher empfiehlt es sich, die aktuellen Zugangsbedingungen vorher zu prüfen.
Das Dach enthält Balken, die wie Tiere geformt sind und möglicherweise von einem alten Schiff stammen, was dem Gebäude eine maritime Verbindung verleiht. Der Maler Joseph Garibaldi hielt das Anwesen 1893 in einem Gemälde fest, als die Steinbrucharbeiten noch im Gang waren und die Bucht bereits Spuren menschlicher Tätigkeit zeigte.
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