Yulin-Grotten, Buddhistischer Höhlentempel in Guazhou, China.
Die Yulin-Höhlen sind eine Gruppe von 42 Kammern, die in zwei gegenüberliegende Felswände entlang des Yulin-Flusses in der Provinz Gansu, China, gemeißelt wurden. Die Wände und Decken der Kammern sind mit bemalten Statuen und farbigen Fresken bedeckt, die mit Mineralpigmenten auf Verputzflächen aufgetragen wurden.
Die Höhlen wurden erstmals während der Tang-Dynastie (7. Jahrhundert) angelegt und über mehrere Jahrhunderte kontinuierlich erweitert und mit neuen Kunstwerken ausgeschmückt. Diese Tätigkeit dauerte bis in die Yuan-Dynastie an und hinterließ Schichten aus aufeinanderfolgenden Stilen in denselben Räumen.
Die Wandmalereien in den Höhlen zeigen buddhistische Szenen sowie Porträts lokaler Geldgeber, die ihre eigene Darstellung in der heiligen Stätte hinterlassen wollten. Inschriften in mehreren Sprachen zeugen davon, dass Menschen aus verschiedenen Regionen hierher kamen, um zu beten und Kunstwerke in Auftrag zu geben.
Die meisten Kammern erhalten kaum Tageslicht, daher empfiehlt sich eine Taschenlampe oder das Licht des Handys, um Gemälde und Statuen gut sehen zu können. Da der Komplex über zwei Felswände verteilt ist, sollte man genug Zeit einplanen, um beide Seiten zu erkunden.
Einige der Kammern besitzen massive Mittelpfeiler mit eingearbeiteten Nischen und Schnitzereien, eine Bauweise, die in buddhistischen Grottenanlagen nur selten vorkommt. Diese Pfeiler waren nicht nur strukturelle Elemente, sondern dienten auch als Träger für Skulpturen und Dekorationen.
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