Yulin-Grotten, Buddhistischer Höhlentempel in Guazhou, China.
Die Yulin-Höhlen bestehen aus zweiundvierzig in zwei Felswände am Fluss Yulin eingemeißelten Höhlen mit insgesamt 250 bemalten Statuen und etwa 4200 Quadratmetern Wandmalereien. Diese Kunstwerke wurden mit Mineralfarben auf Gipsgrund ausgeführt und schaffen in jeder Höhle unterschiedliche räumliche Wirkungen.
Der Höhlenkomplex entstand während der Tang-Dynastie und blieb bis zur Yuan-Dynastie in Gebrauch, was mehrere Phasen künstlerischer Entwicklung und religiöser Nutzung umfasste. Über diese zeitspanne von etwa sieben Jahrhunderten hinweg erweiterten und verzierten die Menschen kontinuierlich die Höhlen mit neuen Kunstwerken.
Die Malereien in den Höhlen zeigen buddhistische Szenen und Porträts von Gläubigen, die in verschiedenen Sprachen dargestellt sind und das Alltagsleben jener Zeit widerspiegeln. Diese Darstellungen vermitteln einen Einblick in die religiösen Überzeugungen und sozialen Beziehungen der Menschen, die hier beteten und ihre Geschichten hinterließen.
Besucher sollten mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen in den Höhlen rechnen, da natürliches Licht nur begrenzt eindringt und einige Kammern dunkler sind. Es hilft, eine Taschenlampe oder das Handy-Licht zu nutzen, um die Malereien und Statuen besser sehen zu können.
Einige Höhlen enthalten zentrale Pfeiler mit aufwendig gestalteten Nischen und Kunstwerken, die zeigen, wie geschickt die Handwerker Raum und Struktur nutzten. Diese architektonischen Besonderheiten unterscheiden sich von der typischen Höhlenform und verleihen einzelnen Kammern eine ganz eigene Qualität.
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