Dunhuang Yardang National Geopark, UNESCO Global Geopark in Dunhuang, China.
Der Geopark erstreckt sich über 2067 Quadratkilometer in der Provinz Gansu und präsentiert dichte Formationen windgeerodierter Felsstrukturen, die als Yardangs bekannt sind, verteilt über zwei geologisch unterschiedliche Gebiete. Die Landschaft zeigt zahlreiche Strukturen, die durch kontinuierliche Winderosion geformt wurden und ein Labyrinth aus Graten, Türmen und Furchen bilden. Das Gelände erstreckt sich durch die Wüste mit Erhebungen, die mehrere Dutzend Meter erreichen können.
Die geologischen Formationen entwickelten sich über einen Zeitraum von 700.000 Jahren durch natürliche Wind- und Regenerosionsprozesse und schufen die größten Yardang-Strukturen Chinas. Das Gebiet erhielt 2001 den Status eines Nationalparks und wurde 2015 in das UNESCO Global Geoparks-Netzwerk aufgenommen. Wissenschaftler dokumentieren die Stätte seit den 1980er Jahren als bedeutendes Beispiel für äolische Erosionslandschaften.
Das Gebiet beherbergt die Aisikexiaer-Burg in der Yardang-Geisterstadt, wo der Name aus der uigurischen Sprache stammt und alte Stadt bedeutet. Diese geologische Landschaft verbindet natürliche Prozesse mit dem kulturellen Erbe der Region und dient als Bildungsstätte für geologische Wissenschaft und Umweltschutz. Lokale Gemeinschaften betrachten die Formation als Teil ihrer regionalen Identität und als Zeugnis der Kräfte der Natur über Jahrtausende.
Das etwa 180 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Dunhuang gelegene Areal bietet Informationstafeln, geführte Touren und ein geologisches Museum für Besucher. Die beste Reisezeit ist Frühling und Herbst, da extreme Sommerhitze und Winterkälte die Zugänglichkeit beeinträchtigen können. Organisierte Transporte aus Dunhuang sind verfügbar, da öffentliche Verkehrsmittel begrenzt sind. Ausreichend Wasser und Sonnenschutz sind für Wüstenbedingungen erforderlich.
Felsformationen im gesamten Park weisen natürlich geformte Strukturen auf, die bestimmten Objekten ähneln, darunter das Mongolische Bao, Kamel, Steinvogel und Pfauenformationen. Einige Forscher haben über 40 unterschiedliche erkennbare Formen identifiziert, die nach Tieren, Gebäuden und Alltagsgegenständen benannt sind. Die Windmuster, die diese Formen schufen, stammen hauptsächlich aus nordwestlicher Richtung und haben über Jahrtausende konsistent gearbeitet.
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