Miran fort, Archäologische Stätte in Xinjiang, China.
Das Miran-Fort ist eine aus Lehmziegeln errichtete Festung am südlichen Rand der Taklamakan-Wüste in Xinjiang, China. Der rechteckige Grundriss umfasst Dutzende von Räumen sowie mehrere Verteidigungsstellungen entlang der Außenmauern.
Das Fort diente zwischen dem 8. und 9. Jahrhundert als militärischer Außenposten des Tibetischen Reiches, das damals weite Teile Zentralasiens kontrollierte. Nach dem Rückzug der Tibeter verfiel die Anlage und wurde vom Sand der Wüste begraben, bis frühe Archäologen sie im 20. Jahrhundert wiederentdeckten.
Bei Ausgrabungen kamen hunderte tibetischer Militärdokumente und Verwaltungsaufzeichnungen ans Licht, die zeigen, wie das tibetische Schriftsystem in dieser abgelegenen Region eingesetzt wurde. Diese Texte gehören zu den frühesten bekannten Beispielen tibetischer Verwaltungsschrift.
Der Zugang zur Ausgrabungsstätte erfordert eine Vorplanung, da Anwohner regelmäßig kontrollieren und unerlaubte Besuche verhindern. Ein ortskundiger Führer ist hilfreich, um die Anlage sicher zu erkunden und die wichtigsten Bereiche zu finden.
Das Fort liegt an einer Oase, an der die Wüste Lop Nur auf die Ausläufer der Altun-Shan-Berge trifft, was ihm eine besondere geografische Lage verleiht. Frühe Ausgräber fanden hier nicht nur tibetische Texte, sondern auch Überreste älterer buddhistischer Bauten aus der Zeit vor der tibetischen Besatzung.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.