北京金代皇陵, Kaisergräber in Peking, China.
Die Goldenen Gräber der Jin-Dynastie (北京金代皇陵) sind ein kaiserlicher Grabkomplex aus dem Mittelalter, der in bewaldeten Hügeln am Rand von Peking liegt. Das Gelände umfasst mehrere Grabhügel, unterirdische Grabkammern sowie steinerne Geisterpfade mit Wächterfiguren, die auf die einstige Größe des Komplexes hinweisen.
Der Komplex wurde im 12. und 13. Jahrhundert angelegt, als die Jin-Dynastie weite Teile Nordchinas beherrschte und eine eigene Form der Herrschaftskultur entwickelte, die nomadische Wurzeln mit chinesischen Hoftraditionen verband. Nach dem Niedergang der Dynastie wurde die Anlage aufgegeben und geriet in Vergessenheit, bis sie von Forschern neu entdeckt und dokumentiert wurde.
Die Steinwächter entlang der Geisterpfade folgen einem Muster, das in der chinesischen Kaiserzeit weit verbreitet war: Tiere und Beamte aus Stein sollten die Toten im Jenseits begleiten. Wer die Anlage besucht, kann noch heute erkennen, wie Rang und Würde eines Verstorbenen durch die Art und Anzahl dieser Figuren ausgedrückt wurden.
Die Anlage liegt außerhalb des Stadtzentrums von Peking und lässt sich am besten als Tagesausflug besuchen. Da die einzelnen Gräber über ein weitläufiges, teils unebenes Gelände verteilt sind, empfiehlt sich festes Schuhwerk.
Einige der unterirdischen Grabkammern sind mit Wandmalereien und gemeißelten Mustern verziert, die die Reise der Toten ins Jenseits darstellen sollen. Dieses Detail ist wenig bekannt, weil der größte Teil der Dekorationen heute nicht mehr öffentlich zugänglich ist.
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