Guainía, Verwaltungsbezirk im östlichen Kolumbien
Das Departamento Guainía ist ein Verwaltungsgebiet im östlichen Kolumbien, das sich zwischen den Flusseinzugsgebieten von Orinoco und Amazonas erstreckt und mehr als 72.000 Quadratkilometer (etwa 28.000 Quadratmeilen) umfasst. Das Gebiet besteht größtenteils aus dichten tropischen Wäldern und wird von zahlreichen Flüssen durchzogen, die sich durch das flache Gelände schlängeln und miteinander verbinden.
Die kolumbianische Regierung gründete dieses Departamento am 4. Juli 1991 und löste es aus der damaligen Verwaltungsstruktur von Vaupés heraus. Vor dieser Trennung gehörte das Gebiet zu einem größeren Verwaltungsbereich, der von weit entfernten Hauptstädten aus regiert wurde.
Der Name stammt vom Guainía-Fluss, der durch das Gebiet fließt und die Grenze zu Venezuela bildet. Einheimische Gemeinschaften leben hauptsächlich in kleinen Siedlungen entlang der Wasserläufe und pflegen ihre traditionellen Lebensweisen, die sich eng mit dem Fluss und dem Wald verbinden.
Das Departamento umfasst zwei Gemeinden, wobei Inírida als Hauptstadt den wichtigsten Zugangspunkt für Reisende darstellt. Wer das Gebiet besuchen möchte, sollte berücksichtigen, dass die meisten Wege und Verbindungen über Wasserwege oder Flüge führen.
Das Gebiet liegt am Schnittpunkt von drei Ländern und teilt seine Grenzen sowohl mit Venezuela als auch mit Brasilien. Mehrere geschützte Naturreservate liegen innerhalb seiner Grenzen und bewahren weite Abschnitte unberührten Regenwaldes.
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