Ruggeller Riet, Naturschutzgebiet und Feuchtgebiet in Ruggell, Liechtenstein
Das Ruggeller Riet ist ein Naturschutzgebiet im Norden Liechtensteins mit Mooren, Sümpfen, Seen, Hecken, Bäumen und Wiesen auf etwa 90 Hektar Fläche. Das Gelände bildet ein Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen, die ineinander übergehen und zusammen ein komplexes Ökosystem bilden.
Das Feuchtgebiet entstand vor etwa 16.500 Jahren, nachdem der Rhein-Gletscher schmolz und das heutige Tal formte. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass Menschen das Gebiet bereits seit dem 4. Jahrtausend vor Christus nutzten.
Alte Heuhütten und Torfspeicher prägen das Gelände und zeigen, wie Menschen hier seit Jahrhunderten lebten und wirtschafteten. Diese Baustrukturen geben Besuchern heute einen Einblick in das traditionelle Leben der Gegend.
Der Ort ist über Wege erschlossen, die mit Fahrradwegen in Österreich und der Schweiz verbunden sind und zum Spazieren, Radfahren und Inlineskaten genutzt werden. Die Wege folgen oft dem Rheintal und ermöglichen einfache Zugänge zu verschiedenen Bereichen des Gebiets.
Ende Mai verwandelt sich das Gebiet jedes Jahr, wenn tausende sibirische Iris-Blüten gleichzeitig aufblühen und das Feuchtgebiet in Purpur färben. Dieses Naturschauspiel lockt Fotografen und Naturliebhaber an und dauert meist nur wenige Wochen.
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