Fuscherkarkopf, Alpengipfel in der Glocknergruppe, Österreich
Der Fuscherkarkopf ist ein 3.331 m hoher Gipfel der Glocknergruppe in den Hohen Tauern, mit einer 3.252 m hohen Nordwestschulter. Beide sind durch einen rund 500 Meter langen Firngrat verbunden. Die 650 Meter hohe Westwand der Nordwestschulter ist heute mit losen Felsplatten bedeckt.
Der Fuscherkarkopf wurde in den 1840er Jahren vom Jäger Gregor Maier, genannt Badhans, aus Fusch erstbestiegen. Der heutige Normalweg über den Südwestgrat wurde am 27. August 1882 von den Geologen Carl Diener, August Böhm von Böhmersheim, Friedrich Teller und Carl von Camerlander begangen.
Der Berg verdankt seinen Namen dem Fuschertal, das sich unterhalb ausbreitet und die Verbindung zwischen den alpinen Gemeinden und ihrer Umgebung zeigt. Die lokale Bevölkerung hat diese Berge über Generationen als Teil ihrer Heimat erlebt und nutzt das Tal noch heute als natürlichen Lebensraum.
Der Normalweg führt vom Standort der 2016 abgetragenen Hofmannshütte über den Südwestgrat (Gamsgrubengrat) zur Nordwestschulter und dann über den Verbindungsgrat nach Osten zum Hauptgipfel, Schwierigkeit UIAA I+, teilweise mit Drahtseilversicherungen. Die Gehzeit beträgt etwa 2½ Stunden vom Hüttenstandort, von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe über den Gamsgrubenweg 3 Stunden. Am Gipfel steht ein Kreuz.
Die 650 Meter hohe Westwand der 3252 Meter hohen Nordwestschulter wurde 1927 von Hubert Peterka und Gefährten erstmals durchstiegen. Seit die Eisauflage durch die globale Erwärmung abgeschmolzen ist, ist die Route wegen großer Steinschlaggefahr nicht mehr begehbar.
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