Hoher Göll, Alpengipfel in den Berchtesgadener Alpen, Deutschland und Österreich.
Der Hoher Göll ist ein Alpengipfel in den Berchtesgaden-Alpen, der sich an der Grenze zwischen Bayern und Salzburg erhebt. Das Massiv wird durch mehrere Routen zugänglich gemacht und prägt das Gebirgsprofil dieser Gegend.
Der Salzburger Theologiestudent Valentin Stanig erreichte 1800 vom Eckerfirst aus den Gipfel, nachdem er im Monat zuvor Großglockner und Watzmann bestiegen hatte. Am Gipfel führte er Vermessungsarbeiten durch; sein Ergebnis von 7812 Pariser Fuß (2538 m) veröffentlichte Franz Michael Vierthaler am 13. September 1800 im Salzburger Intelligenzblatt. Am Morgen des 12. Juli 1885 setzten 31 Burschen das erste eiserne Gipfelkreuz, das sie in der Nacht zuvor in achtstündigem Marsch hinaufgetragen hatten.
Der Name des Hohen Gölls findet sich in der Landschaft wieder: Die Stadt Golling an der Salzach liegt am Fuß des Massivs, wo die Lammer in die Salzach mündet. Nach Norden ist der Gipfel über den Mannlgrat mit dem Kehlstein verbunden, auf dessen 1834 m hohem Gipfel das Kehlsteinhaus steht, ein ehemaliger NS-Rückzugsort, der heute als Restaurant betrieben wird.
Der Salzburger Steig vom Purtschellerhaus dauert etwa 2½ Stunden über die Schuster-Route oder den Kamin vor dem Rauchfang; die Schuster-Route ist an vielen Stellen ausgesetzt und an den schwierigsten Stellen mit kurzen Seilversicherungen gesichert (Klettersteigset ratsam, UIAA I). Der Mannlgrat vom Kehlsteinhaus ist ein Klettersteig der Schwierigkeit C (1+) und dauert rund 3 Stunden. Der Alpeltalsteig führt im Abstieg über scharfes Schrofengelände und ist auch eine viel begangene Skitour.
In der Westpfeilerverschneidung über dem Endstal liegen Scaramouche (8a), 1989 von Alexander und Thomas Huber erstbegangen und 2016 von Ines Papert wiederholt, sowie Om (9a), 1992 von Alexander Huber eingerichtet und 2009 von Adam Ondra wiederholt.
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