Ochsentaler Gletscher, Alpengletscher nahe Gaschurn, Österreich
Der Ochsentaler Gletscher liegt am nördlichen Fuße des Großen und Kleinen Piz Buin in Vorarlberg, östlich vom Wiesbadner Grätle und westlich vom Signalhorn begrenzt. Sein oberer Teil ist ein breites Schneefeld mit schwachen Spaltenlinien; darunter wird das Eis zu einer gerippten, grauweißen Zunge zwischen dunklen Seitenmoränen. Die Wiesbadener Hütte liegt inzwischen weit von der Gletscherzunge entfernt.
In den 1950er Jahren lag die Gletscherzunge noch auf etwa 2260 m, also unterhalb der Wiesbadener Hütte. Ab etwa 1965, als bis zu 75 % der Alpengletscher vorübergehend wieder wuchsen, stieß die Zunge nochmals vor. Nach einem Maximum um 1980 setzte ein kontinuierlicher Rückgang ein: Bis 2024 verlor der Gletscher gegenüber Messbeginn 912 m, davon 17,8 m zwischen September 2023 und September 2024.
Der Ochsentaler Gletscher ist nach wie vor der traditionelle Anstiegsweg zum Piz Buin, dem höchsten Berg Vorarlbergs; die darunter liegende Wiesbadener Hütte dient als Ausgangspunkt. Da das Eis von vielen Spalten durchzogen ist, wird es nur gesichert begangen. Der Gletscher gilt zudem als Ursprung der Ill.
Die beste Zeit zum Besuch ist in den wärmeren Monaten, wenn der Schnee zurückgeht und die Wege zugänglicher sind. Besucher sollten immer mit einem erfahrenen Guide gehen, da die Spalten gefährlich sind und eine gute Ausrüstung erforderlich ist.
Der Ochsentaler Gletscher gilt als Ursprung der Ill, die das Tal unterhalb entwässert. Seine Zunge lag früher auf etwa 2260 m, unterhalb der Wiesbadener Hütte; bis 2024 betrug der Rückgang gegenüber Messbeginn 912 m, davon 17,8 m zwischen September 2023 und September 2024.
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