Kleiner Piz Buin, Alpengipfel in der Silvretta, Schweiz und Österreich
Piz Buin Pitschen ist ein Alpengipfel in der Silvretta-Gruppe, der sich auf 3.256 Meter erhebt und die Grenze zwischen dem Schweizer Kanton Graubünden und dem österreichischen Vorarlberg markiert. Der Berg wird von mehreren Gletschern geprägt, die seine weißen Hänge charakterisieren und ihn in die alpine Landschaft einbetten.
Der erste dokumentierte Aufstieg erfolgte am 24. August 1868 durch O.W. Stein und den Bergführer Christian Jann, die damit die erste bekannte Besteigungsroute etablierten. Diese frühe Erkundung machte den Gipfel zum Teil der alpinen Mountaineering-Geschichte des 19. Jahrhunderts.
Der Name des Bergs stammt aus rätoromanischen Wörtern: 'Piz' bedeutet Gipfel und 'Buin' bezieht sich auf Rinder, was die traditionelle Viehwirtschaft der Bergregion widerspiegelt. Diese sprachliche Verbindung zeigt, wie Almwirtschaft und Bergkultur in den Namen der Landschaft eingeprägt sind.
Der Aufstieg führt über die Wiesbadener Hütte auf 2.443 Metern, von wo aus man den Vermunt-Gletscher überquert und dem Westgrat zum Gipfel folgt. Die Route erfordert Gletscherausrüstung und Erfahrung mit steilem Gelände, daher sollten Kletterer mit entsprechendem Training und lokalen Bedingungen vertraut sein.
Die Nordseite des Gipfels beherbergt den Ochsenthaler-Gletscher, der die Quelle des Flusses Ill bildet, der später in die Rhein-Region fließt. Diese Wasserscheide verbindet die Bergwelt mit einem der wichtigsten Flussysteme Europas.
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