Lesachtal, Tal in Österreich
Das Lesachtal ist ein Tal in Kärnten und Osttirol, das sich von West nach Ost erstreckt und von hohen Bergen umgeben ist. Der Gail-Fluss fließt durch die Mitte, während kleine Dörfer wie Liesing, Maria Luggau und St. Lorenzen an den höheren Hängen über einer bis zu 200 Meter tiefen Schlucht liegen.
Das Lesachtal wurde um 600 n.Chr. von slawischen Stämmen besiedelt, später drangen deutsche Siedler ein und das Tal kam unter die Herrschaft des Fürstentums Carantanien. Im Spätmittelalter wurde es von lokalen Adeligen regiert und fiel schließlich unter die Herrschaft des Hauses Habsburg.
Das Lesachtal hat eine einzigartige Sprachmischung aus Osttiroler Dialekt und slowenischen Wörtern, die bis heute von den Einwohnern gesprochen wird. Diese sprachliche Besonderheit entstand durch die frühe slawische Besiedlung um 600 n.Chr. und zeigt sich in alltäglichen Gesprächen und lokalen Namen im Tal.
Die Straßen durch das Tal sind schmal und haben steile Kurven, weshalb Besucher langsam fahren sollten und Zeit für die Anreise einplanen. Wanderer, Mountainbiker und im Winter Skifahrer finden viele ausgeschilderte Routen, wobei der beste Zugang über Kötschach-Mauthen erfolgt.
Während des Ersten Weltkriegs verlief die Frontlinie zwischen Österreich und Italien durch die Berge, und Besucher können noch heute alte Schützengräben und Befestigungen auf den Bergpässen erkunden. Ein weiteres Geheimnis ist, dass Holz aus den Lesachtaler Wäldern traditionell für den Bau von venezianischen Gondeln verwendet wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.