Internationale Zone von Tanger, ehem. autonome Region in Nordafrika
Die Tangier International Zone war ein Gebiet in Marokko und Spanien, das zwischen 1923 und 1956 unter gemeinsamer Verwaltung mehrerer Länder stand. Die Zone umfasste die Stadt Tanger und ihre Umgebung an der Straße von Gibraltar und diente als neutrales Territorium mit besonderem rechtlichen Status.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs vereinbarten europäische Mächte, Tanger als neutrales Gebiet zu verwalten, um Handelswege zu sichern und politische Konflikte zu vermeiden. Die Zone endete 1956, als Marokko seine volle Unabhängigkeit erlangte und Tanger wieder Teil des Königreichs wurde.
Der Name erinnert an eine Zeit, als mehrere europäische Mächte die Stadt gemeinsam verwalteten und Tanger zu einem Ort machte, an dem sich westliche und nordafrikanische Lebensweisen begegneten. Heute zeigt sich dieser Einfluss in den Straßennamen, der Architektur und den vielen Sprachen, die man im Alltag hören kann.
Die Stadt ist heute vollständig in Marokko integriert, und Reisende finden sich in einem normalen urbanen Umfeld wieder. Historische Hinweise auf die Zeit der Internationalen Zone sind meist in Museen, alten Regierungsgebäuden und bestimmten Vierteln zu entdecken.
Während der Zeit der Internationalen Zone hatte Tanger keine eigene Währung, und Besucher konnten mit Geld aus mehreren Ländern bezahlen. Diese Freiheit machte die Stadt zu einem Anziehungspunkt für Künstler, Schriftsteller und Menschen, die der strengen Gesetzgebung ihrer Heimatländer entkommen wollten.
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