Forcola di Livigno, Gebirgspass an der Italien-Schweiz-Grenze, Region Graubünden.
Die Livigno-Passstraße verbindet den Schweizer Berninapass mit dem italienischen Livigno und überwindet dabei eine Höhe von 2.315 Metern. Die gepflasterte Straße führt durch alpine Landschaft und fungiert als formale Grenzübergangsstelle zwischen beiden Ländern.
Im September 2016 legte die Bündner Regierung die bis heute gültige Saisonregel fest: Der Pass öffnet frühestens am ersten Montag im Juni und schliesst spätestens am letzten Freitag im November, eine frühere Schliessung bei Lawinengefahr bleibt vorbehalten. Die Strasse zweigt von der Südrampe des Berninapasses ab und bietet im Sommer eine mautfreie Alternative zum Munt-la-Schera-Tunnel nach Livigno.
Der Pass kehrt die übliche Lage um: Das Schweizer Puschlav liegt südlich der Alpen, gehört aber zum Einzugsgebiet der Adda, während das italienische Livigno nördlich der Alpen liegt und zum Inn entwässert. Nur der Predilpass teilt diese Besonderheit. Livigno ist Zollfreigebiet, deshalb steht die italienische Zollstation direkt auf der Passhöhe.
Der Pass ist im Winter gesperrt: Seit 2016 öffnet Graubünden ihn frühestens am ersten Montag im Juni und schliesst ihn spätestens am letzten Freitag im November, eine frühere Schliessung wegen Lawinengefahr bleibt vorbehalten. Im Sommer zweigt die Strasse von der Südrampe des Berninapasses ab und umgeht so die Gebühr des Munt-la-Schera-Tunnels. Die italienische Dogana steht auf der Passhöhe, die Schweizer liegt weiter unten bei der Einmündung in die Kantonsstrasse zum Berninapass.
Der Pass verläuft auf der Wasserscheide zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer, der Donau-Po-Wasserscheide. Er ist der einzige Pass zwischen der Schweiz und Italien, an dem man von der Alpensüdseite in der Schweiz auf die Alpennordseite in Italien wechselt. Nur der Passo del Predil weist dieselbe Besonderheit auf.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 92.704 Mitwirkenden weltweit.