Altes Gebäu, Kulturelles Eigentum der Klasse A in Chur, Schweiz
Das Altes Gebäu ist ein klassifiziertes Wohnhaus an der Poststrasse 14 in Chur mit Garten und typischen Elementen Graubündner Architektur. Die Liegenschaft wird als nationale Kulturgüterschutzklasse A eingestuft und zählt zu den bedeutendsten erhaltenen Objekten der Stadt.
Peter von Salis, einst Offizier in Frankreich und Gesandter in Holland und England, gab den Bau in Auftrag; Architekt David Morf leitete die Arbeiten vom Sommer 1727 bis September 1730, die Fertigstellung wird je nach Quelle zwischen 1729 und 1731 datiert. Auf dem Grundstück standen zuvor die Gastwirtschaft Staubiger Hut, in der Jörg Jenatsch ermordet wurde, sowie Bauten des Dominikanerklosters St. Nicolai. Seit 1956 gehört das Haus der Graubündner Kantonalbank; Rudolf Fontana restaurierte es von 2009 bis 2012.
Der Name Altes Gebäu unterscheidet den Bau vom Neuen Gebäu, dem Grauen Haus am Regierungsplatz. Im sogenannten Chinesischen Zimmer sind die grossen Täferfüllungen mit bemalten Tapeten eines unbekannten Künstlers versehen, der sich an chinesischer Kunst orientierte; die kleineren Füllungen sind mit figürlichen Papierapplikationen beklebt.
Das Gebäude liegt zentral in Chur und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Die Poststrasse ist eine Hauptstrasse, wo man gut spazieren kann und die Umgebung erkunden kann.
Auf dem Grundstück stand einst das Gasthaus «Staubiger Hut», in dem der Pfarrer Jörg Jenatsch ermordet wurde; im 17. Jahrhundert wurde es abgebrochen, um Platz für den Neubau zu schaffen. Der angrenzende Fontanapark wurde zur selben Zeit für Peter von Salis angelegt und später hinter einer gemeinsamen Mauer mit dem Grundstück vereinigt.
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