Sennhof, Historische Strafanstalt in Chur, Schweiz
Das Sennhof ist ein Gebäude im Zentrum von Chur mit traditionellen Schweizer Architektureelementen, einem rechteckigen Grundriss und mehreren Geschossen. Die Struktur wurde später renoviert und vereint heute Wohnungen, kleine Geschäfte und Kulturräume unter einem Dach.
Hans Jacob Wegerich, Churer Stadtrat und bischöflicher Münzmeister, liess das Haus 1603 errichten; es diente als Wohnhaus sowie teilweise als Landwirtschafts- und Seifen produzierender Betrieb. 1817 erwarb der junge Kanton Graubünden das Grundstück für rund 40'000 Schweizer Franken und nutzte es als Zuchtanstalt mit einem Verhörrichter. Von 1830 bis zum Abbruch 1963 gehörte das wegen seiner Enge berüchtigte Gelbe Blockhaus zur Anstalt; 1934 wurde der Sennhof ausgebaut, im Frühjahr 2020 geschlossen und im Frühjahr 2023 als Wohnkomplex mit Gewerbeflächen, Ateliers, Museum, Restaurant und Hostel wiedereröffnet.
Der Name Sennhof verweist auf die hier betriebene Alpwirtschaft (Senn). Seit Frühjahr 2023 beherbergt der umgebaute Komplex neben Wohnungen ein Museum, Ateliers und ein Restaurant, und das Areal wird für Veranstaltungen genutzt. Der Hof der einstigen Strafanstalt und der Ausbau von 1934 sind Teil der Umnutzung.
Der Sennhof liegt am Rand der Churer Altstadt, zwischen dem Hof und der Regulakirche. Nach dem Umbau von 2023 beherbergt das Gebäude ein Hostel, ein Restaurant, ein Museum, Ateliers und Gewerbeflächen, die für diese Nutzungen betreten werden können. Der Zugang erfolgt zu Fuss aus den Gassen der Altstadt.
Berüchtigt war der Sennhof wegen des Gelben Blockhauses, eines gelben Hafttrakts, der von 1830 bis zum Abbruch 1963 bestand und wegen seiner Platzverhältnisse gefürchtet war. Der Hauptbau entstand 1603 für Hans Jacob Wegerich, Churer Stadtrat und bischöflicher Münzmeister, und diente zunächst als Wohnhaus mit Landwirtschaft und Seifenproduktion.
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