Martinskirche, Mittelalterliche Kirche in der Altstadt von Chur, Schweiz
Die Kirche St. Martin ist eine spätgotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert, die am Martinsplatz im Herzen der Altstadt von Chur, in der Schweiz, steht. Das Gebäude hat ein hohes Langhaus mit einem markanten Turm und ist das größte spätgotische Sakralgebäude im Kanton Graubünden.
Die Geschichte des Gotteshauses reicht bis ins 8. Jahrhundert zurück, als an dieser Stelle eine erste Kirche errichtet wurde, die 769 geweiht wurde. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1464 wurde das Gebäude bis 1491 vollständig neu aufgebaut und erhielt dabei seine heutige spätgotische Form.
Die Kirche gehört zur reformierten Landeskirche Graubünden und ist ein aktiver Gottesdienstraum, der regelmäßig für Gemeindegottesdienste genutzt wird. Besucher bemerken den schlichten Innenraum, der typisch für reformierte Kirchen ist: keine Altarbilder, keine Heiligenstatuen, nur das Licht, das durch die farbigen Fenster fällt.
Die Kirche liegt direkt am Martinsplatz und ist gut zu Fuß erreichbar, da sie sich im Zentrum der Altstadt befindet. Es empfiehlt sich, in den Morgenstunden zu besuchen, wenn weniger Besucher vor Ort sind und das Licht durch die Buntglasfenster besonders gut zur Geltung kommt.
Die drei großen Glasfenster im Inneren wurden 1919 vom Schweizer Künstler Augusto Giacometti gestaltet, einem Cousin des bekannteren Alberto Giacometti. Er verwendete dabei leuchtende Farben und eine flächige Formensprache, die in ihrer Art ungewöhnlich für einen Kirchenraum dieser Epoche ist.
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