Gigerwaldsee, Stausee in Pfäfers, Kanton St. Gallen, Schweiz
Der Gigerwaldsee ist ein Stausee im Calfeisental auf dem Gebiet der Gemeinde Pfäfers im Kanton St. Gallen. Seine Bogenstaumauer Gigerwald wurde 1976 fertiggestellt und ist 147 Meter hoch. Der See fasst 35,6 Millionen Kubikmeter Wasser und bedeckt 71 Hektaren; er ist der grösste See, der ausschliesslich auf St. Galler Gebiet liegt.
Der Staudamm wurde 1976 fertiggestellt und ist fast 150 Meter hoch, um Wasser für die Stromerzeugung zu speichern. Vor dem Bau war das Tal ein wildes Berggelände mit einem kleinen Bach, in dem die Walser-Gemeinde Sankt Martin ansässig war.
Der Name Gigerwaldsee bezieht sich auf das Tal und die Wasserfläche, die seit den 1970er Jahren Besucher anzieht. Die Gegend wird von den Walser geprägt, einem Bergvolk, das hier traditionelle Häuser baute und bis heute in Sankt Martin präsent ist.
Die südliche Uferlinie ist gut zu Fuß erreichbar, mit ausgeschilderten Wanderwegen und einer beliebten Route zum Walser-Dorf Sankt Martin. Besucher sollten auf die vier beleuchteten Tunnels an der Straße achten, die spektakuläre Blicke auf den See und die Berge bieten.
Der Stausee ist der grösste See, der ausschliesslich auf St. Galler Gebiet liegt. Gespeist wird er aus dem oberen Weisstannental, dem Calfeisental und dem Taminatal; er dient dem Pumpspeicherwerk der Kraftwerke Sarganserland, das im Mittel 460 Mio. kWh Strom pro Jahr erzeugt. Weil der Schlamm den Seegrund jährlich um etwa 40 cm anhebt, wurde bei der Sanierung 2024 das Absenkniveau des Grundablasses um 20 Meter erhöht.
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