Pont Sous-Terre, Straßenbrücke in Genf, Schweiz.
Die Pont Sous-Terre ist eine Betonbrücke, die den Rhone-Fluss zwischen den Stadtteilen Saint-Jean und La Jonction überquert und mit ihrer Struktur in die Topografie des Geländes eingebunden ist. Das Bauwerk ermöglicht den Verkehrsfluss zwischen diesen Vierteln und verbindet sie dauerhaft über das Wasser.
Eine private Fußgängerbrücke überquerte hier ab 1891 den Rhone und wurde 1921 dem Kanton Genf geschenkt. Sie blieb bis 1968 bestehen, als die heutige Straßenbrücke im Rahmen eines Verkehrsplans gebaut wurde, der die Schnellstraße des Jeunes mit dem Bahnhof Cornavin verband. Die Ausschachtungen legten die Fundamente des 1535 zerstörten und seither verschollenen Priorats Saint-Jean frei.
Der Name «Sous-Terre» («unter der Erde») stammt vom ersten Übergang, einem privaten Fussgängersteg von 1891, der damals fast im Gelände versunken lag. Die Brücke verbindet das Quai du Rhône am linken Ufer mit dem Quai de Seujet am rechten, und ihre Steigung von 6 % führt die Fahrbahn zwischen Saint-Jean und La Jonction hinab.
Die Brücke trägt täglich tausende Fahrzeuge und ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für die beiden Stadtteile. Ein Gehweg für Fußgänger ist vorhanden, was den Übergang zwischen den Vierteln auch ohne Auto möglich macht.
Der Name „Sous-Terre“ rührt daher, dass das Bauwerk bei seiner Errichtung 1891 als privater Fußgängersteg fast unter dem Bodenniveau lag. Ein zweiter Gehweg flussaufwärts war geplant, wurde aus Budgetgründen aber nie gebaut; stattdessen steht seit 1976 ein provisorischer Fußgängersteg neben der Brücke.
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