Villa Merian, Villa mit englischem Garten in Münchenstein, Schweiz
Die Villa Merian ist ein Herrschaftshaus auf der Hochterrasse über Brüglingen in Münchenstein. Ihr heutiges Aussehen geht auf den Umbau von 1858/59 durch den Architekten Johann Jakob Stehlin im Stil des Second Empire zurück: verputzte Mauern mit Gusseisenelementen, Quaderimitation im Erdgeschoss, ein zweigeschossiger gusseiserner Portikus-Pavillon und ein kleines Glockentürmchen im Neorokokostil auf dem Walmdach. Hinter dem Haus liegt ein englischer Garten.
Das ursprüngliche Barockgebäude entstand 1711 durch Alexander Löffler, wurde aber Anfang des 19. Jahrhunderts grundlegend erneuert und erhielt dabei klassizistische Formen. Bei dieser Umgestaltung um 1801 wurden die polygonalen Türme entfernt und das Äußere dem neuen Stil angepasst.
In der Villa befindet sich heute das «Café Merian», das im Erdgeschoss für die Gartenbauausstellung Grün 80 von 1980 eingebaut wurde; das Gut gehört seit 1886 der Christoph Merian Stiftung. Die Pachthöfe in Brüglingen, das Mühlemuseum und der botanische Garten gingen 2012 in den «Merian Gärten» auf.
In der Villa befindet sich im Erdgeschoss das Café Merian, und die umliegenden Merian Gärten sind öffentlich zugänglich. Das Anwesen liegt auf der Hochterrasse über dem Mühlemuseum Brüglingen, das von Münchenstein aus zu Fuss erreichbar ist. Die Gärten umfassen rund 13 Hektaren und sind an Wege entlang der Birs angebunden.
Ein alter Mühlbetrieb steht noch immer auf dem Grundstück und stammt aus dem Mittelalter, während ein später hinzugefügtes Bauernhaus von 1837 das Ensemble vervollständigt. Diese Mischung zeigt, wie sich das Anwesen über mehrere Jahrhunderte entwickelt hat.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.391 Mitwirkenden weltweit.