Hainan, Inselprovinz im Süden Chinas
Hainan ist eine Inselprovinz im Süden Chinas, die sich über 34.300 Quadratkilometer erstreckt und eine Küstenlinie von rund 1.500 Kilometern sowie Berge mit Höhen bis 1.840 Meter besitzt. Die Landschaft wechselt zwischen tropischen Küstenstreifen, dichten Waldgebieten im Landesinneren und vulkanischen Hochebenen im Norden.
Das chinesische Reich gliederte die Insel im Jahr 110 vor Christus durch die Einrichtung von zwei Präfekturen ein, während die Region bis zur Tang-Dynastie weitgehend unter indigener Kontrolle blieb. Während des 20. Jahrhunderts wurde sie von der Provinz Guangdong getrennt und erhielt 1988 den Status einer eigenständigen Provinz.
Die Li- und Miao-Minderheiten leben in den Bergen der Mitte und bewahren ihre Sprachen, Feste und landwirtschaftlichen Gewohnheiten. Besucher können auf lokalen Märkten handgewebte Textilien und geschnitzte Holzarbeiten entdecken, die noch heute nach traditionellen Methoden hergestellt werden.
Der internationale Flughafen Haikou verbindet die Insel mit größeren Städten in Asien, während ein Netz von Autobahnen die Küstenstädte mit den Regionen im Landesinneren verknüpft. Die beste Reisezeit liegt zwischen November und April, wenn Temperaturen und Luftfeuchtigkeit am angenehmsten sind und tropische Stürme selten auftreten.
Die Provinz beherbergt die größte Sonderwirtschaftszone Chinas und soll bis 2035 zu einem Freihandelshafen umgestaltet werden. Im Landesinneren gedeihen Kaffeeplantagen, die auf vulkanischem Boden wachsen und eine wachsende lokale Kaffeeindustrie unterstützen, die noch relativ unbekannt außerhalb der Region ist.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.