Usedom, Ostseeinsel in Pommern, Polen und Deutschland
Usedom ist eine Ostseeinsel zwischen Vorpommern und Polen mit weiten Sandstränden entlang der gesamten Nordküste. Im Landesinneren wechseln sich Kiefernwälder mit flachen Seen und Feuchtgebieten ab, während die Südseite zum flachen Stettiner Haff blickt.
Das Gebiet gehörte im Mittelalter zu verschiedenen slawischen Herrschaften und kam später unter schwedische und preußische Kontrolle. Nach 1945 teilte sich die Insel zwischen der DDR im Westen und Polen im Osten, was bis heute ihre politische Grenze bildet.
Die größte Siedlung auf deutscher Seite heißt Heringsdorf und bewahrt ihre Villa-Architektur aus dem 19. Jahrhundert mit weißen Holzbalkonen und verzierten Fassaden. Mehrere dieser Orte tragen noch heute den Status von Seebädern und bieten gepflegte Promenaden zum Spazierengehen entlang der Küste.
Die deutschen Küstenorte lassen sich mit Regionalzügen erreichen, während die polnische Seite eher über Buslinien erreichbar ist. Wer die gesamte Insel erkunden möchte, findet befestigte Radwege, die beide Teile miteinander verbinden.
Die polnische Stadt Świnoujście auf der Ostseite verteilt sich über 44 Inseln und ist damit eine der am stärksten zerstückelten Gemeinden Europas. Der größte Teil der Bevölkerung lebt dort, während die deutschen Küstenabschnitte eher touristisch geprägt sind.
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