Museum Europäischer Kulturen, Ethnographisches Museum in Steglitz-Zehlendorf, Deutschland
Das Museum Europäischer Kulturen nutzt den Bruno-Paul-Bau, das älteste Gebäude des Museumsquartiers Dahlem in Berlin-Zehlendorf. Die nach der Renovierung 2011 eröffnete Dauerausstellung Kulturkontakte. Leben in Europa stützt sich auf 285.000 Objekte zur Alltagskultur in Deutschland und Europa vom 18. Jahrhundert bis heute, mit Schwerpunkt auf Ost- und Südosteuropa.
Seine heutige Form erhielt das Museum 1999 durch die Zusammenlegung der Europaabteilung des Ethnologischen Museums mit dem Museum für Volkskunde. Die Wurzeln reichen bis 1889, als Rudolf Virchow im Palais Creutz ein privates Museum für deutsche Volkstrachten und Hausgewerbe gründete. 1904 den Königlichen Museen angegliedert, wurde die Sammlung 1935 zum Staatlichen Museum für deutsche Volkskunde in Schloss Bellevue. Nach der Teilung Berlins bestanden parallele Museen in Ost und West, die nach 1990 vereinigt wurden.
Die Sammlung zeigt, wie Menschen in Europa miteinander lebten und arbeiteten. Handwerkstechniken, Festtraditionen und alltägliche Gegenstände erzählen von Verbindungen zwischen verschiedenen Regionen und Gemeinschaften.
Das Museum nutzt den Bruno-Paul-Bau, das älteste Gebäude des Dahlemer Museumsquartiers in Steglitz-Zehlendorf, benannt nach dem Architekten Bruno Paul (1874–1968). Seit der Renovierung ist dort ab 2011 die ständige Ausstellung „Kulturkontakte. Leben in Europa“ zu sehen. Für die Präsentation aus 285.000 Objekten sollte man Zeit einplanen statt eines kurzen Durchgangs.
Den Grundstock des Museums bilden zwei samische Schamanentrommeln aus Nordeuropa, die Anfang des 19. Jahrhunderts in die Königlich Preußische Kunstkammer gelangten. Hinzu kam später der „Europa“-Schrank des 1859 eröffneten Neuen Museums, der als Keimzelle der heutigen Sammlung gilt.
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