Überseebrücke, Fußgängerbrücke im Hamburger Hafen, Deutschland.
Die Überseebrücke ist eine überdachte Fußgängerbrücke, die von der Hochwasserschutzanlage Jan-Fedder-Promenade an der Straße Vorsetzen auf einen Ponton im Hamburger Niederhafen führt, östlich der St. Pauli-Landungsbrücken. Sie ist knapp 119 Meter lang und besteht aus fünf Teilen, darunter ein holzverkleideter Kopfbau mit zwei Kiosken, ein mittleres Bogenstück vom 1898 erbauten Anleger Fährkanal und ein nach einer Kollision 1961 erneuertes Südende. Die Ostseite ist offen, die Westseite mit Plexiglasscheiben geschlossen.
Die Überseebrücke wurde 1927 im Auftrag der Reederei Hamburg Süd von dem Stahlbauunternehmen H. C. E. Eggers & Co. als Blockhausbrücke gebaut und diente als Anlegestelle für Fahrgastschiffe nach Übersee. Sie war eine knapp 119 Meter lange Stahlbogenkonstruktion, die bis ins seeschifftiefe Fahrwasser reichte. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde sie von 1957 bis 1968 aus Altbeständen neu zusammengesetzt und von 2012 bis 2015 saniert.
Die Brücke wird von Besuchern genutzt, um zum Museumsschiff Cap San Diego zu gelangen, wo man mehr über Schiffe und Hafengeschichte erfährt. Dieser Ort zeigt, wie wichtig der Hafen für die Stadt ist.
Die Brücke ist für Fußgänger konzipiert und bietet einen direkten Weg vom Hafen zu den umliegenden Museen und Attraktionen. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da die Oberflächen je nach Wetterbedingungen rutschig sein können.
Die Brücke wurde aus wiederverwendeten Anlegern zusammengesetzt: Das mittlere Bogenstück stammt vom 1898 erbauten Anleger Fährkanal, der bei Janssen & Schmilinsky generalüberholt wurde; das Südende musste neu gebaut werden, nachdem das schwedische Marineschiff Marieholm es am 8. Juni 1961 gerammt hatte.
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