Alte Bürg, Burgruine in Riesbürg, Deutschland
Die Alte Bürg ist eine Burgruine, die auf einem Bergkamm in etwa 525 Metern Höhe über der Maienbach-Talsohle liegt. Von der einstigen Anlage sind heute Grundmauern und Mauerwerk erhalten, die das mittelalterliche Bauhandwerk belegen.
Die Burg wurde erstmals 1274 urkundlich erwähnt, als Conrad von Oettingen sie an das Kloster Zimmern verkaufte. Der Verkauf deutet darauf hin, dass die Anlage bereits zu diesem Zeitpunkt dem Verfall unterlag.
Die Ruine beherbergt Überreste einer Kapelle, die dem Heiligen Hippolyt gewidmet war und zeigt, wie Glauben in mittelalterliche Festungsanlagen eingebunden war. Solche religiösen Räume waren zentral für das tägliche Leben der Burgbewohner.
Der Ort ist zu Fuß erreichbar und bietet Besuchern die Möglichkeit, Ausgrabungen und Mauerreste aus nächster Nähe zu betrachten. Die exponierte Lage auf einem Bergrücken bedeutet, dass wetterfeste Kleidung sinnvoll ist.
Ausgrabungen von Ernst Frickhinger in den Jahren 1934 bis 1935 legten die Grundmauern frei und dokumentierten, wie die Anlage einmal aussah. Später diente der Ort als Forstamt und zeitweise als Gästehaus in einem Jagdschloss, bevor die Nutzung 2023 endete.
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