Greetsiel, Hafendorf in Krummhörn, Deutschland
Greetsiel ist ein Fischerdorf am Nordufer der Leybucht im Gemeindegebiet Krummhörn im nordwestlichen Niedersachsen. Das Dorf erstreckt sich beiderseits eines schmalen Hafenbeckens, das durch einen Deichkanal mit der offenen Bucht verbunden ist.
Der Ort wurde erstmals 1388 urkundlich erwähnt, als hier ein Hafen für Handelsschiffe aus Hamburg bestand. Im 16. Jahrhundert verlor der Hafen seine überregionale Bedeutung, als die Häuptlinge von Greetsiel ihre Macht an ostfriesische Fürsten abgaben.
Der Hafen wird weiterhin von einer kleinen Krabbenfischerflotte genutzt, deren rote Boote entlang der Kaimauer vertäut liegen. Besucher können den Fischern beim Anlanden ihrer Fänge zusehen und frische Nordseekrabben direkt am Kai kaufen.
Die nächste Bahnanbindung befindet sich in Emden etwa 15 Kilometer südlich, von wo aus regelmäßige Busverbindungen ins Dorf führen. Das Zentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei Parkplätze am Ortsrand vorhanden sind.
Die beiden Zwillingsmühlen am Ortseingang stammen aus den Jahren 1706 und 1856 und drehen ihre Flügel bei günstigen Windverhältnissen noch heute. Eine dritte Mühle befindet sich etwas abseits in den Feldern östlich des Dorfs.
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