Amt Rosenberg, Nationalsozialistische Überwachungsorganisation in der Margarethenstraße, Berlin, Deutschland
Das Amt Rosenberg war eine NS-Parteibehörde in Berlin, die für die ideologische Überwachung des kulturellen und intellektuellen Lebens im gesamten deutschen Herrschaftsgebiet zuständig war. Die Behörde war in mehrere Abteilungen gegliedert, die jeweils verschiedene Bereiche wie Theater, bildende Kunst und Bildung abdeckten.
Das Amt wurde 1934 von Alfred Rosenberg gegründet, dem führenden Ideologen der NSDAP, und blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 aktiv. Im Laufe der Jahre weitete es seinen Einfluss auf alle besetzten Gebiete aus und agierte als zentrales Instrument der NS-Kulturpolitik.
Das Amt Rosenberg versuchte, das Kulturleben in Deutschland vollständig zu kontrollieren, indem es Theateraufführungen, Kunstausstellungen und Bildungseinrichtungen überwachte. Besucher Berliner Gedenkstätten können heute Dokumente und Zeugnisse über diese Kontrolle einsehen.
Das ursprüngliche Gebäude in Berlin steht nicht mehr, und es gibt keinen physischen Standort, den Besucher aufsuchen können. Wer mehr über diese Behörde erfahren möchte, findet in Berlins Gedenkstätten und Museen zur NS-Zeit entsprechende Informationen und Ausstellungen.
Das Amt Rosenberg koordinierte die Arbeit des Einsatzstabs Reichsleiter Rosenberg (ERR), einer Einheit, die Kulturgüter aus besetzten Ländern systematisch erfasste und abtransportierte. Viele dieser Gegenstände wurden nach dem Krieg von den Alliierten gefunden und an ihre Herkunftsländer zurückgegeben.
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