Königsplatz, klassizistischer Platz in der Maxvorstadt, München, Deutschland
Der Königsplatz in München ist ein klassizistischer Platz mit drei großen Museumsgebäuden an seinen Seiten, die verschiedene architektonische Säulenordnungen zeigen. Die Anlage wirkt wie ein offenes Freiluftmuseum mit symmetrischen Fassaden und gepflegten Grünflächen.
Maximilian I. von Bayern schrieb 1807 einen Wettbewerb zur Verschönerung des Weges nach Nymphenburg aus; der siegreiche Entwurf von Friedrich Ludwig Sckell und Karl von Fischer wurde später von Leo von Klenze abgewandelt. Kronprinz Ludwig übernahm die 1815 begonnenen Arbeiten, es folgten Glyptothek (1816–1830), Antikensammlungen (1838–1845) und Propyläen (1848–1862). 1933 benannten die Nationalsozialisten den Platz in Königlicher Platz um, pflasterten ihn mit 20.000 Granitplatten und errichteten Führerbau und Ehrentempel; die US-Armee riss die Tempel 1947 ab.
Der Name des Platzes bedeutet „Königsplatz“ und ehrt König Ludwig I., der das Ensemble in Auftrag gab. Die Glyptothek zeigt klassische Skulpturen, während die Propyläen Tafeln mit den Namen griechischer Freiheitskämpfer aus dem Krieg von 1821–1829 tragen. Die Münchner Opernfestspiele nutzen den Platz für Open-Air-Übertragungen.
Der Platz ist mit der U-Bahn-Linie U2 direkt verbunden und liegt zu Fuß in wenigen Minuten vom Marienplatz erreichbar. Am besten besucht man ihn tagsüber, wenn die Gebäude in vollem Licht stehen und die Museen geöffnet sind.
Der Platz steigt von der zentralen Straße zu den seitlichen Gebäuden leicht an. Diese geringe Neigung, die in Darstellungen zu Karl von Fischers Konzept erwähnt wird, genügte, um den Eindruck antiker Tempelanlagen auf Anhöhen zu erzeugen, obwohl der Platz auf flachem Gelände liegt.
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