Burg Rolandseck, Mittelalterliche Burgruine in Rolandswerth, Deutschland
Die Burg Rolandseck ist eine Burgruine auf einem 155,2 m hohen Basaltfelsen unterhalb des Rodderberges über dem Mittelrheintal in Remagen-Rolandswerth. Von der Anlage ist nur ein Burgfenster erhalten, der Rolandsbogen: eine aufrechte, umgekehrt U-förmige Öffnung aus rauen, unregelmäßigen grauen und braunen Steinen in sichtbaren Lagen, deren Pfeiler von einer niedrigen Fundamentmauer aufsteigen. Dichter Efeu wächst an beiden Seiten und über den oberen Bogen herab und lässt nur Stellen des Sockels und der Innenkanten frei.
Die Festung wurde 1122 vom Kölner Erzbischof Friedrich I. gegründet, um zusammen mit einem benachbarten Frauenkloster die südliche Grenze des Bistums zu sichern. Nach einem Erdbeben 1673 zerfiel die Anlage, hinterließ aber diesen einen beständigen Fensterrahmen, der zum bleibenden Wahrzeichen wurde.
Die Burg war ein Ort der Sehnsucht für Dichter und Künstler, die ihre Ruinen in Gemälden und Texten verewigten. Diese Anziehungskraft entstand aus der melancholischen Schönheit ihrer Steinreste am Fluss.
Der Zugang zu den Ruinen ist kostenlos und ganzjährig möglich, und man kann die Überreste von mehreren Blickwinkeln aus erkunden. Ein Restaurant in der Nähe bietet Erfrischungen und Mahlzeiten mit Ausblick auf das Tal an.
Der erhaltene Burgfensterbogen stürzte am 28. Dezember 1839 ein. Der damals in Unkel wohnende Dichter Ferdinand Freiligrath regte mit einem Spendenaufruf in der Kölnischen Zeitung den Wiederaufbau an, der 1840 nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner erfolgte. Ein Denkmal am Fußweg vom Rheintal zum Bogen erinnert seit 1914 an Freiligrath.
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