Albrechtsburg, Gotische Burg auf Hügel, Meissen, Deutschland
Die Albrechtsburg ist ein spätgotisches Schloss, das von 1471 bis etwa 1495 auf einem Felsplateau über der Elbe in Meißen neben dem Dom errichtet wurde. Der hakenförmige Grundriss hat ein niedriges Erdgeschoss und zwei Hauptgeschosse mit großen Vorhangbogenfenstern sowie ein Dachgeschoss mit Lukarnen. Alle Geschosse sind gewölbt; der Treppenturm am Hof trägt Reliefs von Christoph Walther I.
929 ließ Heinrich I. nach der Unterwerfung der Glomazen bei Gana eine Burg auf dem Felsen über der Elbe errichten; sie wurde Sitz der Markgrafen von Meißen. Ab 1471 beauftragten die Brüder Ernst und Albrecht Arnold von Westfalen, an ihrer Stelle den ersten deutschen Schlossbau zu errichten, der um 1495 vollendet war. 1710 richtete August der Starke die Meißner Porzellanmanufaktur im leeren Schloss ein; zwischen 1864 und 1870 wurde es umgebaut und mit Historiengemälden ausgemalt.
Benannt ist die Burg nach Herzog Albrecht, der sie 1485 bei der Teilung der wettinischen Ländereien erhielt; den Namen Albrechtsburg trägt sie erst seit 1676. Sein Sohn Georg der Bärtige nutzte sie als erster als Residenz. Seit 1864 wurden zahlreiche Räume mit Historiengemälden ausgemalt; heute zeigt eine Dauerausstellung die Geschichte des Ortes.
Der Zutritt erfolgt über den Domplatz 1 in Meißen, und Führungen finden täglich ab 10 Uhr statt. Das Gebäude verfügt über Zugangsmöglichkeiten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Aufzüge zu den wichtigsten Ausstellungsbereichen.
August der Starke wählte 1710 die leerstehende Burg für die Manufaktur, weil sich das Porzellangeheimnis auf dem abgelegenen Burgberg leichter hüten ließ; am 6. Juni 1710 nahm der Betrieb dort seinen Anfang. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb die Manufaktur, dann zog sie in einen Neubau um.
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