Lichtenhainer Wasserfall, Wasserfall im Kirnitzschtal, Deutschland
Der Lichtenhainer Wasserfall ist ein kleiner Wasserfall des Lichtenhainer Dorfbachs, der kurz vor der Mündung in die Kirnitzsch über Sandsteinfelsen in einer schluchtartigen Kerbe stürzt, südlich des Sebnitzer Ortsteils Lichtenhain. Ein kurzer Hangkanal erhöht den Fall, und ein aufziehbares Stauwehr gibt das Wasser schwallartig frei. Das Wasser läuft über eine moosbewachsene, dunkle Felswand in mehreren dünnen weißen Rinnsalen über rundliche Blöcke herab.
Der Wasserfall wurde erstmals 1812 von William Lebrecht Götzinger in einer Publikation über Schandau dokumentiert und avancierte dadurch zu einer bekannten Sehenswürdigkeit der Region. Seit dieser Zeit haben Menschen das Wehr genutzt, um die Wassermenge zu beeinflussen und das Naturschauspiel zu gestalten.
Seit 1830 pachtete ein Lichtenhainer Bürger das Amt des „Wasserfallziehers“, betrieb einen Ausschank und öffnete gegen Geld das Wehr, damit der Bach einige Minuten schwallartig herabstürzte. Seit der Restaurierung 1994 wird alle halbe Stunde gezogen, das Wasser kommt langsam und ergießt sich zum Schlussakkord. Am hölzernen Wasserfallhäuschen hängt noch das historische Schild mit Taxen von 2 bis 5 Mark für Führer und Sesselträger.
Das Gebiet ist mit der Kirnitzschtalbahn, einer historischen Straßenbahn, von Bad Schandau aus erreichbar. Die Endhaltestellen verfügen über erhöhte Bahnsteige und mobile Rampen, um Rollstuhlfahrern den Einstieg zu erleichtern.
Alle halbe Stunde wird am Wehr gezogen: Der „Wasserfallzieher“ ließ das Wasser langsam kommen und zum Schlussakkord der Musik sturzbachartig über den Felsen gießen. Das Amt war an einen Lichtenhainer Bürger verpachtet, der auch einen Ausschank unterhielt. Am hölzernen Wasserfallhäuschen hängt noch das historische Werbeschild mit Preisen von 2 bis 5 Mark für Wanderführer, Sesselträger und Saumtierführer.
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