Bloßstock, Felsformation im Nationalpark Sächsische Schweiz, Deutschland
Der Bloßstock ist ein Felsmassiv in der Sächsischen Schweiz, das sich steil über die umliegende Landschaft erhebt. Die Wand an seiner Nordseite fällt fast senkrecht ab und schafft eine eindrucksvolle Vertikalfläche.
Der Fels erscheint als „am bloßen Stock“ im Kartenwerk der Ersten Kursächsischen Landesaufnahme von Matthias Oeder aus dem Jahr 1592, woraus sich der Name ableitet: Bloßer Stock für frei stehender Felsen. Im 19. Jahrhundert wurde er teils fälschlich Blauer Stock oder Blaustock genannt. Die Erstbesteigung gelang 1899 Heinrich Wenzel, Robert Püschner und Fritz Gerbing, die die Schartenkluft mit einem Baumstamm überwanden und über einen Kamin den Gipfel erreichten; ihr Wenzelweg ist mit V bewertet.
Der Name Bloßer Stock, belegt in Matthias Oeders Kartenwerk von 1592, bezeichnet einen frei stehenden Felsen; im 19. Jahrhundert schrieb man ihn teils fälschlich Blauer Stock. Die Wege sind nach der Sächsischen Schwierigkeitsskala bewertet, vom Wenzelweg von 1899 (V) bis zu Bernd Arnolds Zentraler Nordwand (IXa).
Der Gipfel ist für Wanderer nicht zugänglich: Man muss die 79,5 m hohe Nordwand oder die Kamine im freien Klettern bezwingen, ab Schwierigkeit V der Sächsischen Skala. Der Zustieg führt von Bad Schandau durch die Affensteine; der Fels steht nördlich des Kreuzturms, von ihm durch eine tiefe Scharte getrennt.
Das Felsmassiv hat eine besonders steile Nordwand, die fast senkrecht abfällt und ein seltenes Merkmal in dieser Region darstellt. Diese extreme Steilheit macht es zu einem besonderen Anziehungspunkt für erfahrene Kletterer.
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