Kapuzinerkloster Altötting, Barockkloster in Altötting, Deutschland.
Das Bruder-Konrad-Kloster ist ein ehemaliges Franziskanerkloster, heute der Kapuziner, in Altötting. Die 1657 im frühbarocken Stil erbaute Kirche verzichtet auf einen Turm und trägt stattdessen einen Dachreiter; lange rundbogige Fenster belichten das einschiffige Langhaus mit Orgelempore, und der polygonale Chor zeichnet sich rückseitig als eigener Baukörper ab. 2017/18 wurde der Innenraum umgestaltet: Der Reliquienschrein liegt nun in einem steinernen Sarkophag hinter dem neuen Altar, und neun Bodenplatten im Mittelgang tragen Gedanken Bruder Konrads.
1654 von Franz Wilhelm von Wartenberg, Fürstbischof von Regensburg und Propst des Altöttinger Kollegiatstifts, für Franziskaner-Reformaten gegründet und nach dem heiligen Konrad von Parzham benannt. Im Mai 1802 wurden die Franziskaner nach Ingolstadt und Tölz vertrieben und das Kloster den Kapuzinern als Aussterbekloster zugewiesen, in dem rund 150 Kapuziner aus aufgelösten bayerischen Klöstern unterkamen. Unter König Ludwig I. entstand von Altötting aus die bayerische Kapuzinerprovinz neu, und die Kapuziner betreuen seither die Wallfahrt zur Heiligen Kapelle. Die St.-Anna-Kirche wurde am 23. März 1953 auf Bruder Konrad umtituliert und 1956/57 durch den Regensburger Architekten Beckers umgestaltet; 1961 erhielt das Kloster den Namen Bruder-Konrad-Kloster.
Das Kloster ist dem heiligen Konrad von Parzham gewidmet, einem Kapuzinerbruder, der dort über vier Jahrzehnte lebte und 1934 heiliggesprochen wurde. Pilger kommen noch heute hierher, um an seinem Grab zu beten und eine Kerze anzuzünden.
Das Kloster liegt im Zentrum von Altötting, in der Nähe der Gnadenkapelle, und ist zu Fuß gut erreichbar. Da es sich um eine aktive Ordensgemeinschaft handelt, empfiehlt es sich, vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten zu prüfen, da diese rund um Gottesdienste variieren können.
Bruder Konrad arbeitete hier jahrzehntelang als Pförtner und war dafür bekannt, dass er nie eine um Hilfe bittende Person abwies. Diese schlichte Aufgabe, an der Pforte zu stehen, machte ihn zur bekanntesten Figur des Klosters, noch vor dem Gründer der Gemeinschaft.
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