Bremer Baumwollbörse, Historisches Handelsgebäude in Mitte, Deutschland.
Die Bremer Baumwollbörse ist ein fünfgeschossiges Gebäude der Neorenaissance an der Ecke Wachtstraße/Marktplatz, das 1902 nach Plänen von Johann Poppe fertiggestellt wurde. Es war Bremens erstes Stahlskelettgebäude. Die Sandsteinfassade wurde von 1922 bis 1924 unter Otto Blendermann erneuert. Im Inneren sind das Treppenhaus mit Geländern von Hermann Prell und die Glasmosaiiken im Haupteingang von Puhl & Wagner erhalten.
Der Verein Bremer Baumwollbörse wurde 1872 gegründet; das Gebäude am Marktplatz entstand zwischen 1900 und 1902 nach Plänen von Johann Georg Poppe und war Bremens erstes Stahlskelettgebäude. Seit 1788 kam Baumwolle in die Stadt, 1894 wurden über eine Million Ballen gelöscht. Der hintere Gebäudeteil wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, der beschädigte Turm abgetragen, und 1961 entstand anstelle des hinteren Teils ein Parkhaus.
Die unter Johann Poppe gestalteten Innenräume sind erhalten: Der Haupteingang trägt Glasmosaike von Puhl & Wagner, das Treppenhaus Geländer von Hermann Prell. Das Haus ist Bremens erstes Stahlskelettgebäude; seine neorenaissancezeitliche Sandsteinfassade wurde nach Verwitterung von 1922 bis 1924 unter Otto Blendermann erneuert.
Das Gebäude steht an der Wachtstraße 17–24, an der Südostecke des Bremer Marktplatzes zwischen Schütting und Neuer Börse. Der hintere Teil ist ein 2002 erneuertes Parkhaus, an der Ecke Marktstraße/Balgebrückstraße mit Büroetagen. Die Geschäftsräume der Börse und zahlreiche Freiberufler nutzen das Haus; die Innenräume sind nicht öffentlich zugänglich.
Das Gebäude setzte lange Zeit Maßstäbe für internationale Baumwollhandelsnormen, die von hunderten Mitgliedern bei Vertragsverhandlungen verwendet wurden. Diese Regelwerke dienten nicht nur lokal, sondern beeinflussten Handelsbeziehungen über Kontinente hinweg.
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