Burg Bevergern, Mittelalterliche Burgruine in Hörstel, Deutschland.
Die Burg Bevergern ist eine abgegangene Burganlage im Ortskern von Bevergern, einem Stadtteil von Hörstel. Bildquellen überliefern sie als rechteckige, vierflügelige Anlage von etwa 60 × 45 m mit vier Ecktürmen und einem großen Turm an der Nordseite. Die Gebäude standen innen an der Ringmauer; ein Wassergraben umgab die Burg, der Zugang führte über eine Zugbrücke im Norden.
Zwei Theorien datieren die Burg: entweder in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts unter dem Bischof von Münster oder in das 14. Jahrhundert unter dem Grafen von Tecklenburg. Am 25. Oktober 1400 trat Graf Nikolaus II. von Tecklenburg sie an den Bischof von Münster ab. Von Dezember 1535 bis Januar 1536 war der Täufer Jan van Leiden hier eingesperrt. Im März 1680 ließ Bischof Ferdinand II. von Fürstenberg die Burg sprengen.
Die Burgstelle liegt im Zentrum von Bevergern, einer Ackerbürgerstadt, und ihre im Boden verborgenen Grundmauern sind in der Altstadt an der Oberfläche kenntlich gemacht. Der Täufer Jan van Leiden war hier von Dezember 1535 bis Januar 1536 inhaftiert, bevor er in Münster hingerichtet wurde.
Das Gelände ist frei zugänglich und liegt zentral im Dorf, was einen einfachen Besuch ermöglicht. Die Fundamente sind auf Bodenniveau, daher ist kein besonderes Schuhwerk erforderlich und Besucher jeden Alters können die Stätte erkunden.
Archäologische Ausgrabungen 1910 brachten Teile der ursprünglichen Fundamente zum Vorschein, die unter Gebäuden im alten Ort verborgen waren. Diese Funde halfen, das Verständnis für die Ausdehnung und Struktur der mittelalterlichen Anlage zu erweitern.
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