Dortmund-Ems-Kanal, Scheitelhaltungskanal in Westdeutschland.
Der Dortmund-Ems-Kanal ist eine schiffbare Wasserstraße, die sich über 269 Kilometer von Dortmund bis Emden erstreckt und mehrere Schleusen sowie Hebewerke umfasst, um Höhenunterschiede zu überwinden. Die Strecke verläuft durch flaches Land mit gelegentlichen Waldabschnitten und führt an kleinen Ortschaften vorbei, die entlang der Ufer gewachsen sind.
Der Kanal wurde 1899 eröffnet, um Kohle aus dem Ruhrgebiet zur Nordsee zu transportieren und die überlasteten Eisenbahnstrecken während der Industrialisierung zu entlasten. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein zusätzlicher paralleler Abschnitt, damit größere Frachtschiffe fahren konnten.
Der Name Dortmund-Ems-Kanal verweist auf die beiden Endpunkte der Wasserstraße und ihre Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und der Nordsee. Entlang des Kanals sieht man heute regelmäßig Frachtschiffe, die industrielle Güter transportieren, sowie Sportboote und Angler, die die ruhigen Abschnitte nutzen.
Die Ufer des Kanals sind an mehreren Stellen gut über Rad- und Wanderwege erreichbar, die sich besonders für Tagesausflüge eignen. Viele Brücken kreuzen die Strecke und bieten Aussichtspunkte, von denen man den Schiffsverkehr beobachten kann.
Die Schleusen in Münster gehören zu den meistgenutzten im gesamten deutschen Wasserstraßennetz und bewältigen jährlich etwa 13 Millionen Tonnen Fracht. Im Gegensatz zu vielen anderen Kanälen fließen hier sowohl Industriegüter nach Norden als auch Rohstoffe nach Süden in vergleichbaren Mengen.
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