Burg Beverungen, Stuhlmuseum in mittelalterlicher Burg von Beverungen, Deutschland.
Das Stuhlmuseum Burg Beverungen nutzt die Reste einer Wasserburg der Paderborner Bischöfe am Weserübergang. Erhalten sind ein rechteckiger, fünfgeschossiger Wohnturm von 27 m Höhe aus Bruchstein mit hohem Sandsteindach und Fachwerk-Giebel sowie das sogenannte Rentmeisterhaus, ein 1648/69 an der Burgmauer errichteter Fachwerkbau. Seit dem Bau der neuen Weserbrücke 1902 teilt eine Straße das Burggelände.
Um 1330 gründeten Bischof Bernhard V. von Paderborn, Abt Ruprecht von Corvey und die Herren von Brakel die Burg am Weserübergang. Vor 1348 ließ Bischof Heinrich III. auf der südöstlichen Ringmauer einen Wohnturm errichten. 1632 zerstörten hessische Truppen die Burg im Dreißigjährigen Krieg fast vollständig; um 1654/55 war sie wiederhergestellt. Bis zur Säkularisation 1802 blieb die Burg im Besitz des Hochstifts Paderborn, dann kam sie an Preußen.
1986 wurde im Burggebäude ein Stuhlmuseum eingerichtet, das seit 2004 in Lauenförde sitzt. Danach beherbergte die Burg ein Museum, das Anfang 2012 wegen Sanierungsmaßnahmen schloss. Nach dem Verkauf an Privatbesitzer 2017 wurden unter anderem ein Restaurant mit Rittersaal und ein Trauzimmer eingerichtet.
Der erhaltene Wohnturm und das Rentmeisterhaus stehen beiderseits einer Straße, die das Gelände seit dem Bau der neuen Weserbrücke 1902 teilt. Zu Fuß erreichbar sind die zwei Tonnengewölbe der Keller und die bis zu 5 m hohen Räume; die Anlage liegt im Zentrum von Beverungen nahe der Weser. Im Gebäude befinden sich heute ein Restaurant mit Rittersaal und ein Trauzimmer.
Das 1986 in der Burg eingerichtete Stuhlmuseum wurde 2004 nach Lauenförde verlegt; eine Möbelsammlung gibt es dort also nicht mehr. Im Juli 2017 ging die Burg in Privatbesitz über und erhielt bei der folgenden Sanierung ein Restaurant mit Rittersaal sowie ein Trauzimmer.
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