Kragstuhlmuseum, Museum in Deutschland
Das Kragstuhlmuseum in Lauenförde ist ein Museum, das sich der Geschichte des Kragstuhl-Stuhls und der modernen Möbelgestaltung widmet und etwa tausend Varianten und Modelle zeigt. Das Gebäude selbst wurde vom britischen Architekten Peter Smithson entworfen und verfügt über drei Ausstellungsräume mit großzügiger Beleuchtung durch Fenster sowie markante weiße und rote Wandflächen.
Das Museum wurde 1979 gegründet und wird von Daniela Drescher geleitet; es handelt sich um eine private Einrichtung ohne staatliche Trägerschaft. Die Sammlung konzentriert sich auf die Entwicklung des Kragstuhl-Designs ab dem mittleren 20. Jahrhundert, zeigt Arbeiten bekannter Gestalter wie Walter Gropius und Marcel Breuer und bewahrt das Jean-Prouvé-Archiv mit Originalteilen und Modellen eines französischen Ingenieurs.
Das Museum trägt den Namen des Kragstuhl-Stuhls, der mittels einer speziellen Kraggkonstruktion ohne Hinterbeine auskommt und symbolisiert die Verbindung zwischen Handwerk und industriellem Design. Die Besucher sehen heute Räume, in denen dieser Stuhl in zahlreichen Variationen dargestellt wird und wie er im Alltag eine wichtige Rolle in der modernen Möbelgestaltung gespielt hat.
Das Museum liegt in einem ruhigen Teil Lauenfördes mit nahegelegenen Parkplätzen und guter Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, was einen bequemen Besuch ermöglicht. Nach dem Museumsbesuch können Sie in der unmittelbaren Umgebung durch die seit 1984 angelegte Parklandschaft mit Wegen und kleinen Gärten spazieren oder in nahe gelegenen Cafés und Geschäften entspannen.
Ein markanter roter Stahlturm mit 15 Metern Höhe steht am Eingang des Museums und ist das Erkennungszeichen des Ortes. Zudem führt eine kleine Eisenbahnlinie diagonal über das Museumsgelände und verbindet den Innen- mit dem Außenraum, wodurch die industriellen Ursprünge der Möbelherstellung symbolisch erlebbar werden.
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