Burg Herstelle, Mittelalterliche Burg in Beverungen, Deutschland
Burg Herstelle ist eine Burg auf einem Sandsteinhügel über dem Fluss Weser in Beverungen. Das Gebäude zeigt neugotische Elemente wie ein Portal und einen runden Turm mit Zinnen, während es teilweise auf mittelalterlichen Fundamenten errichtet wurde.
Herstelle wurde 1292 erstmals als Besitz des Paderborner Bischofs erwähnt. 1464 legten Soldaten des Hessischen Landgrafen während der Hessen-Paderbornischen Fehde Burg und Dorf in Schutt und Asche; bis zum Ende des 15. Jahrhunderts wurden sie wieder aufgebaut. Nach dem Verfall um 1800 erwarb Fernandine Heereman von Zuydtwyck 1823 die Anlage und beauftragte den Architekten Johann Claudius von Lassaulx mit einem Neubau, der von 1825 bis 1832 entstand.
Der große Saal der Burg dient gelegentlich als Trauzimmer des Standesamtes der Stadt Beverungen. Seit dem Kauf der Anlage durch die Familie Hörning im Jahr 2007 wurde die Burg nach und nach wieder mehr für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Im 19. Jahrhundert trafen sich hier namhafte Künstler und Wissenschaftler, unter anderem Annette von Droste-Hülshoff und die Brüder Grimm.
Seit dem Kauf durch die Familie Hörning 2007 wird die Anlage nach und nach wieder mehr für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der große Saal dient gelegentlich als Trauzimmer des Standesamtes Beverungen, daher hängt der Zugang zu den Innenräumen von solchen Terminen ab. Die Burg ist in Privatbesitz; der Karlstein, ein Felstisch, liegt wenige hundert Meter entfernt auf einer Klippe über der Weser.
Der Karlstein, ein Felstisch wenige hundert Meter von der Burg auf einer Klippe über der Weser, entstand 1835 bei Sprengungen für die heutige Bundesstraße 83. Nach 1835 wurde der älteste Kreuzstein Westfalens, oft Bonifatiuskreuz genannt, dorthin versetzt und mit der Jahreszahl 797 versehen; seine Herkunft ist nicht überliefert.
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