Hugenottenturm in Bad Karlshafen, Aussichtsturm in Bad Karlshafen, Deutschland.
Der Hugenottenturm ist ein Aussichtsturm aus Wesersandstein auf einem Felssporn der Hessischen Klippen, auf etwa 165 bis 170 m Höhe am steilen, bewaldeten Nordosthang des Kaisersteins. Der Bremer Architekt Eduard Thürmer plante ihn im Stil der im 19. Jahrhundert verbreiteten Ruinenarchitektur. Eine offene Wendeltreppe mit rund 100 Stufen im Turminneren führt zur Aussichtsplattform; eine Plattform neben dem Turm dient kleinen Zusammenkünften.
Der Turm wurde 1913 von Johann Josef Davin erbaut, dessen Vorfahren als Protestanten aus Frankreich flohen. Damit würdigte die Stadt die Ansiedlung der französischen Flüchtlinge, die Bad Karlshafen 1699 gegründet hatten.
Der Turm trägt den Namen der Hugenotten, der französischen Protestanten, die Landgraf Karl von Hessen-Kassel einlud und deren Zufluchtsstadt Karlshafen 1699 gegründet wurde. Sein Stifter Johann Josef Davin führte seine Familie auf den Gerber Guillaume Davin zurück, geboren um 1674 in Villaret im Piemont, der im Frühjahr 1686 nach Hofgeismar kam. Zum Jubiläum 2013 schuf der Bildhauer Rolf Steiner ein Hugenottenkreuz aus Stahlrohr mit vergoldeter Taube, das an der Außenseite des Turms befestigt wurde.
Der Turm ist tagsüber zugänglich und erreichbar, wenn man von der Innenstadt aus die Brücke über die Diemel überquert und dann bergauf geht. Der Aufstieg bietet einen guten Spaziergang mit schrittweise besseren Ausblicken auf die Umgebung.
Der Stifter des Turms, der Bremer Kaufmann Johann Josef Davin, entstammte einer Hugenottenfamilie aus Villaret im Piemont; sein Vorfahre Guillaume Davin kam im Frühjahr 1686 mit der Flüchtlingsbrigade Valcluson nach Hofgeismar. Der 1855 in Königswinter geborene Davin stiftete den Turm zu Ehren seiner Vorfahren und übergab ihn am 26. Mai 1913 der Stadt.
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